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SEM 2025

Liechtensteiner mit Spitzenplatz an Schweizer Meisterschaft

Passend zum Beginn der Sommerferien fand in der letzten Woche die Schweizer Schachmeisterschaft (SEM) in Disentis statt. Die rund 280 Spieler*innen spielten im Verlauf einer Woche jeden Tag eine Runde. Das Turnier in 8 Kategorien der Stärke nach eingeteilt: Den vier Hauptturnieren I – IV, dem Meisterturnier und den drei geschlossenen Turnieren.

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Timea Sele

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 In den drei geschlossenen Kategorien nehmen jeweils die zehn besten Senioren, Damen und Spieler*innen der Angemeldeten teil. Diese zehn spielen ein vollrundiges Turnier, bei welchem jeder einmal gegen jeden spielt. Davon werden schliesslich der Schweizer Seniorenmeister, die Schweizer Frauenmeisterin und die Schweizer Meister*in gekürt.

Wer sich jetzt wundert, warum technisch gesehen zweimal eine Frau den Schweizer Meistertitel gewinnen kann, stösst auf eine der interessantesten Debatten des Schachsportes. Beim Schach werden die Geschlechter grundsätzlich nicht getrennt. Da es jedoch sowohl im Breitensport als auch im Spitzensport eine sehr grosse Diskrepanz zwischen der Anzahl und der Qualität zwischen Männer und Frauen, Buben und Mädchen gibt, wurde zusätzlich zu den Open-Kategorien bei gewissen Turnieren eine separate Frauenkategorie eingeführt.

Arpagaus mit Spitzenresultat

Auch vom Schachclub Triesen waren 5 Spieler*innen am Start. Alle starteten im Hauptturnier 4. Dabei überzeugte vor allem Damian Arpagaus. Gemäss Startrangliste auf den ersten Platz gesetzt, wollte er unbedingt den Erwartungen gerecht werden. Mit solidem und präzisem Spiel gewann er die ersten vier Partien. In der 5 Runde wurde es spannend. Nur ein anderer Spieler hatte bis dahin auch noch keine Punkte abgegeben. Nach einem harten Kampf verlor Damian die Partie. Es war bis dahin noch nicht klar, dass dies die turnierentscheidende Partie war. Damian meinte zu seinem Resultat: “Ich bin zufrieden. Ich habe die Ruhe bewahrt und keine grossen Fehler gemacht. Das war mir am wichtigsten”. Somit erreichte er den zweiten Platz mit nur einer Verluspartie gegen den Turniersieger.  Die andern Liechtensteiner hatten einen schwereren Stand: Christian, Dominik und Justine erreichten 3 von 7 Punkten und Dario und Michelle 2,5 von 7 Punkten. Jedoch sind auch sie zufrieden. Es wurden zwar einige Chancen verpasst, doch fokussiere man sich auf das Positive.

Die Schweizer Meisterschaft (SEM) ist nicht nur eine hervorragende Gelegenheit sich zu messen, sondern bietet auch immer ein spannendes Rahmenprogramm. Das Jugendschachlager, das gleichzeitig zur SEM stattfindet, hatte auch dieses Jahr mit 64 Kindern und Jugendlichen grossen Zulauf. Sie trainierten morgens, nachmittags war eine Turnierpartie und am Abend erfreuten sie sich an Sport und Spiel. Auch das Abendprogramm für die anderen Turnierteilnehmer*innen war sehr beliebt. Dieses Jahr fanden an drei verschiedenen Abenden ein Simultanturnier, ein Problemschachturnier und eine Masterclass mit GM Christian Bauer statt. Das Turnier ist definitiv ein Highlight des Schweizer Schachkalenders.

Im Liechtensteiner Schachkalender wartet bald auch schon das nächste Highlight. Am 6/7 September findet in Schaan das 40. Internationale Jugendturnier statt. Ob Anfänger und Turnierkiller der Liechtensteiner Schachverband freut sich auf ein Turnier mit zahlreichen Schachbegeisterten. Auch Zuschauer sind herzlichst willkommen. Anmeldungen unter schach.li

Hinten v.l.: Damian und Christian Arpagaus, Justine Steck

Vorne v.l.:  Dario und Dominik Arpagaus, Michelle Steck